Müllfreier Tag

Die Schüler*innen des Klenze-Gymnasiums kennen es: Kurz einmal nicht aufgepasst, schon rauscht links neben deinem Ohr ein aerodynamisch perfekter Papierflieger vorbei. Doch wer diesen Trümmerhaufen wegräumt ,bleibt ein Mysterium. Es gibt meist nur eine richtige Antwort: NIEMAND! Dieses Ereignis ist jedoch kein Einzelfall. Augenscheinlich verwechseln Schüler*innen den Boden häufig mit einem Mülleimer. Anders lassen sich diese Schandtaten nicht erklären.

Deshalb war es die Pflicht unseres P-Seminars „Müllvermeidung“ diesem ökologischen Verbrechen an den Kragen zu gehen. Harte Maßnahmen mussten her! Da schoss uns eine Idee in den Kopf. Inspiriert vom Luisengymnasium führten wir auch an unserer Schule die „müllfreien Tage“ ein. Das heißt: Umgedrehte und zugeklebte Mülleimer, um ein Bewusstsein in den Köpfen der Übeltäter zu schaffen. Daraufhin folgten harte Arbeitswochen, um dieses umfangreiche Projekt umsetzen zu können.

Nach vielen Wochen Schwerstarbeit kam endlich der große Tag: Am 20.1.2020 kamen die Klenzianer top vorbereitet und informiert in die (Lehr-)Anstalt. Das hatten sie der fabelhaft vorgetragenen Durchsage und dem literarisch ausgeklügelten Elternbrief zu verdanken. Unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Der Tag verlief recht gut! Voller Stolz auf unsere Mitschüler*innen starteten wir sofort die Vorbereitungen für den zweiten „müllfreien Tag“. Doch konfrontiert mit dem Corona Virus wurden wir gezwungen unsere Planungen einzustellen.

Während wir nun fleißig für unser Abitur lernen, hoffen wir, dass unsere ebenfalls hochmotivierten Nachfolger*innen diese Aufgabe mit Stolz übernehmen werden.

Bilder aus eigenen Quellen

Cleanup Day

Am Vorabend des Isar Cleanup Days der Schock: Absage wegen Corona! Was nun? Schnellstmöglich musste eine Alternative her. So entschieden wir uns, den Sendlinger Park vom Müll zu befreien. Um 9 Uhr morgens sollte das Spektakel beginnen. Sprich: Wir waren pünktlich um 11 Uhr da. Voll bepackt mit Mülltüten und Handschuhen stellten wir uns der Herausforderung. Mit weiteren Freiwilligen gingen wir ab durch die Hecke auf der Mission, den Park vom Müll zu befreien. Nach einer mehrstündigen, schweißtreibenden Jagd auf Müll inspizierten wir unsere Ergebnisse. Neben Taschentüchern, Bierflaschen und Zigaretten fanden wir auch einen Toaster und mehrere Kleidungsstücke. Pflichtbewusst, wie wir nun mal sind, trennten wir ordnungsgemäß den Müll bevor wir ihn entsorgten. Das positive Erlebnis brachte uns zum Nachdenken. Deshalb beschlossen wir ab sofort einmal im Monat an einem Cleanup Day teilzunehmen.

Bilder aus eigenen Quellen

Wünschenswert wäre eine größere Teilnahme an diesen Tagen, damit wir nicht alles allein machen müssen. Wir hoffen, dass Greta stolz auf uns ist und in naher Zukunft der Cleanup Day zur Gewohnheit in der Gesellschaft wird, bis er (hoffentlich) nicht mehr gebraucht wird.

(von Rosalie Süß und Kiana Lendrich)

Was schmeckt wann am besten? DER SAISONKALENDER

WARUM SAISONAL UND REGIONAL EINKAUFEN?

Besserer Geschmack:

Importiertes Obst oder Gemüse wird noch unreif geerntet, um auf den meist langen Transportwegen nicht zu verderben. Unsere Heimischen Sorten können ihr ganzes Aroma entfalten, da sie ausreichend Zeit haben zu reifen.

Mehr Vitamine:

Grundsätzlich gilt, je frischer die Kost, desto mehr Nährstoffe enthält sie.

Auch vollständig gereifte Früchte können mehr Vitamine speichern.

Umweltschonend:

Auf der einen Seite fällt schon mal der lange Transport mit Schiff und Flugzeug weg. Zudem hat der Kauf von regionalen Produkten den Vorteil, dass keine beheizten Treibhäuser oder Lagerstätten benötigt werden.

Weniger Pestizide im Essen:

Deutschland hat strikte Richtlinien was die Verwendung von Pestiziden angeht. Achtet man auf das Bio-Siegel kann man sich sicher sein, dass die Lebensmittel keine Pestizide beinhalten.

SAISONKALENDER

Der Saisonkalender hilft euch dabei einschätzen zu können, zu welcher Jahreszeit welches Obst und Gemüse reif ist. Beim Gang in den Supermarkt wisst ihr also genau, welche Waren aufgrund des kurzen Transportweges am umweltschonendsten produziert werden können und am frischesten und somit gesündesten für euch sind.

Pflanzen

JAN

FEB

MÄRZ

APR

MAI

JUNI

JULI

AUG

SEP

OKT

NOV

DEZ

ÄPFEL                        
BIRNEN                        
BLAUBEEREN                        
ERDBEEREN                        
HIMBEEREN                        
SÜSSKIRSCHEN                        
WALNÜSSE/HASELNÜSSE                        
ARTISCHOCKEN                        
AUBERGINEN                        
BROKKOLI                        
ERBSEN                        
FELDSALAT                        
GURKEN                        
KÜRBIS                        
PAPRIKA                        
RUCCOLA                        
SPINAT                        
TOMATEN                        
ZUCCHINI                        
KARTOFFEL                        
KAROTTEN                        
MAIS                        
SPARGEL                        
ZWIEBEL                        
                         
                         
                         
    Wächst im Treibhaus                    
    Wächst auf dem Feld                    

Quelle: Die 70 einfachsten Gesund-Rezepte, Becker Joest Volk Verlag GmbH & Co. KG

Sammelaktion Handys

Jedes Jahr kaufen die Deutschen 35 Millionen neue Handys. Was passiert mit den alten Geräten? Viele landen noch immer – verbotenerweise – im Hausmüll. Außerdem müssen sie aufwendig in ihre Einzelteile zerlegt und nach den verschiedenen Materialien getrennt werden, um recycelt werden zu können. Da dies sehr kosten- und arbeitsintensiv ist, wird trotz des Entsorgungsgesetzesfür Elektronikschrott in Deutschland ein großer Teil des Mülls illegal zur „Weiterverwertung“ in Entwicklungsländern in Afrika, Indien oder China exportiert. Dort bauen Menschen die Geräte unter Arbeitsbedingungen auseinander, die nicht nur für den Menschen sondern auch für die Umwelt äußerst schädlich sind. Da wir großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legen und uns gedacht haben, dass heutzutage jeder von uns alte, nicht gebrauchte Handys (und Tablets) noch bei sich zuhause herumliegen hat, sind wir zum Entschluss gekommen, eine Box zur Sammlung und Entsorgung alter Handys in der Schule aufzustellen. Lehrer und Schüler haben dort ihre alten Geräte abgegeben, die wir dann einem Handyladen zur artgerechten Entsorgung übergeben wollten. Da wir nicht rechtzeitig vor Beginn der Corona Pandemie einen Vertrag mit dem Handyladen schließen konnten, würden wir diese Aktion der nachfolgenden P-Seminar „Müllvermeidungs“  empfehlen.

Bild aus eigenen Quellen

Zigarettenmüll

Müll ist an jeder Schule ein großes Problem, natürlich auch an unserer. Eines der größten und gleichzeitig umweltschädlichsten Probleme sind Zigaretten, die ohne Rücksicht auf den Boden geworfen werden. Vor allem direkt vor unserer Schule liegen leider, egal wo man hinschaut, überall Zigaretten auf dem Boden. Diese Art von Müll ist hochgiftig und extrem schädlich für Mensch, Tier und Vegetation, besonders wenn man Zigaretten einfach auf den Boden wirft. Außerdem ist es kein schöner Anblick, vor allem für unsere jüngsten Mitschüler. Da man die verbrauchten Zigaretten natürlich nicht einfach mitnehmen kann und normale Mülleimer wegen der Entzündungsgefahr zu gefährlich sind, sind wir auf die Idee gekommen unseren Schulbriefkasten als Aschenbecher zu benutzen. Dort kann man seine verbrauchten Zigaretten hineinwerfen und anschließend werden diese entsorgt. Um dieses Projekt zu bewerben haben wir auch in regelmäßigen Abständen vor der Schule ein großes, selbstbesprühtes Leintuch aufgehängt, damit unsere Aktion auch bei jedem ankommt.

Bild aus eigenen Quellen

Zudem wollten wir langfristig gesehen, eigentlich noch einen selbstgemachten Aschenbecher herstellen und vor der Schule aufhängen, jedoch konnten wir diese Idee aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht umsetzen. Unsere Aktion wurde von den meisten positiv aufgenommen und war bzw. ist ein Erfolg, deswegen würden wir den nachfolgenden Umwelt-/Müllvermeidungs-P-Seminaren eine Weiterführung dieser Aktion ans Herz legen.

 

(Verfasst von Nikolaos Leontaritis Marco)

P-Seminar 2018/20 und P-Seminar-Wettbewerb 2020

Schüler des Klenze-Gymnasiums gewinnen einen P-Seminarpreis 2020 mit ihrem Müllvermeidungskonzept! Im Laufe des Jahres entwickelte eine Gruppe von 15 Schülern eine Reihe an Aktionen zum Thema „Müll, Plastik und Müllvermeidung“. Sie bewarben sich als P-Seminar beim Wettbewerb für die Gymnasien Oberbayern-West. Mit viel Zeitaufwand, Kreativität und Engagement haben sie…

• …rauchende Schüler mithilfe von Aktionen, Präsentationen sowie Gesprächen aufgeklärt und ihnen gezeigt, dass es sich bei Zigarettenstummel um hochtoxische Kunststoffe handelt, welche sich erst nach 15 Jahren zersetzen.

• …die Unterstufe über die Themen: Kunststoff im Sport, plastikfreie Kosmetik, Plastik in Autos und Möglichkeiten zur Plastikvermeidung informiert.

• …mit Hilfe der Unterstufe den Müll aus den Klassenzimmern gesammelt und in der Aula den Schülern präsentiert. Gezeigt wurde wie viel Müll in einer Woche produziert wird.

• …Schüler des Klenze-Gymnasiums durch Umweltstücke, die von der Big Band gespielt wurden und durch Plakate auf Verhaltensmöglichkeiten hingewiesen, die zu einem besseren Miteinander mit der Umwelt führen. Drei P-Seminare sind als Preisträger genannt worden , eine davon die Gruppe für Müllvermeidung (Gewinn 200.- Euro!). Die Teilnehmer wurden nach Eichstätt zur Preisverleihung im März 2020 eingeladen, präsentierten ihr P-Seminar und genossen dort ihren Aufenthalt. Das ganze P-Seminar hat durch ihre geleistete Arbeit diesen Preis wirklich verdient.

Mülltrennung

Keine Mülltrennung am Klenze-Gymnasium?!

Schon einige P-Seminare, welche von Frau Holfeld geleitet wurden, haben sich mit dem Thema Müllvermeidung und Umweltschutz am Klenze-Gymnasium befasst. Hier wurden schon einige großartige Aktionen gestartet und mit viel Engagement und Kreativität durchgeführt. Nun sollen diese Aktionen nicht in Vergessenheit geraten und bestenfalls weiter ausgeführt werden. Auch das P-Seminar 19/21 bemühte sich darum ein Müllvermeidungskonzept mit verschiedenen Aktionen zu erarbeiten. Eins dieser zahlreichen Projekte ist die Mülltrennung am Klenze-Gymnasium. Schon vor einigen Jahren gab es einen, leider gescheiterten Versuch der Mülltrennung an unserer Schule. Aber das soll uns nicht davon abschrecken es erneut zu versuchen! So setzten sich die Projektmitglieder zusammen und besprachen, wie viele Mülleimer benötigt werden, wie hoch die Kosten sind, wie die Schüler am besten informiert werden usw… Sie kamen zu dem Entschluss klein anzufangen und das Projekt wurde zunächst im Lehrerzimmer getestet:

• Die Lehrer wurden daran erinnert, wieso Mülltrennung allgemein wichtig ist, sowie wie jeder einzelne zur Mülltrennung beitragen kann

• Zu jedem schon vorhanden Mülleimer wurde ein weiterer aufgestellt, wodurch die Trennung von Restmüll und Papiermüll gegeben war

• Um sicher zu stellen, dass die Unterscheidung der zwei Mülleimer so leicht wie möglich ist, wurden diese jeweils mit Schildern ergänztBemalen der Schilder

Das Projekt ist bis dato ein großer Erfolg. Viele Lehrer achten nun stärker darauf ihren Müll zu trennen. Im Hinblick auf diese positiven Resonanzen ist das nächste Ziel, die Ausweitung der Mülltrennung auf die gesamte Schule. Das P-Seminar hofft mit dieser Aktion die Schüler zum Mülltrennen animieren zu können, damit sie das dann nicht nur in der Schule machen, sondern in ihr alltägliches Leben integrieren.