Erkundung der Architektur von Olympiastätten

Modellbauworkshop mit Architektinnen

Einer der Architekturgruppen am Planen einer Olympiastätte

Sportliche Megaevents wie Olympische Spiele sind Impulse für Stadtentwicklungsprozesse. Dies geschieht auch über den Bau der Olympischen Anlagen. München mit seinem bis heute genutzten Olympischen Dorf wird immer wieder als Beispiel nachhaltiger olympischer Strukturen dargestellt. Die baulichen Maßnahmen der olympischen Stätten in Rio wurden im Vorfeld kontrovers diskutiert. Mindestens 25 000 Menschen, vorwiegend aus Favelas, wurden meist an den Stadtrand umgesiedelt, die Nutzung olympischer Wohnanlagen ist bis heute ungewiss.
Unter den zentralen Fragestellungen „Wie könnten Olympische Stätten auch in Megastädten eines Schwellenlandes sozialverträglich und nachhaltig geplant und gebaut werden?“
„Wie könnte man auf engem Raum bauen und den Platz optimal nutzen?“ bauten die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars gemeinsam mit ihren brasilianischen Freunden unter Anleitung der beiden Architektinnen Ulla Feinweber und Miriam Mahlberg Modelle („Minimal Wohnen“).

Auch Hochhäuser waren bei den Ergebnissen mit dabei
Die Analyse der einzelnen Olympiastätten mit den Architektinnen

Besuch der Technischen Universität München

Unter der Führung von Frau Dr. Schmidt erhielt die Gruppe einen guten Einblick in das Fachgebiet Architektur und man konnte sogar originale Modelle des Olympiageländes sehen.

Im Modellkeller der TU

Das berühmte Strumpfmodell des Architekturbüros Auer-Behnisch im Modellkeller der TU


Zeltdachführung auf dem Olympiastadion

Das Nonplusultra: eine Führung auf dem Zeltdach des Olympiastadions mit Einblick in die Geschichte der Entstehung dieses außergewöhnlichen Konstruktes.

 

 

Zur Entstehung

 

Im Wettbewerbsentwurf wurde vom Büro Auer-Behnisch ein echtes Zelt vorgeschlagen. Wie in Montreal 1967 sollte das Dach aus einem Polyestergewebe bestehen und nach den Spielen demontiert werden, um dann durch eine feste Tribünenüberdachung ersetzt zu werden. Bereits in der Entscheidung des Preisgerichts kamen Zweifel an einem leichten Dach als Provisorium auf :  die große Problematik des Entwurfes (lag) in der Zeltdachkonstruktion. Die Konstrukteure aus dem Büro Frei Otto (Stuttgart) schlugen zur Lösung des Problems letztendlich ein vorgespanntes Seilnetz mit eine darüber liegenden Eindeckung aus Acrylglas vor. An verspannten Masten und Seilen wurden 78.000 qm Dachhaut aus einzelnen Acrylglasplatten als Wetterhaut aufgehängt. In den Innenräumen der Hallen sollte eine unterhalb der Acrylplatten angebrachte dämmende, aber lichtdurchlässige Decke zusätzlich isolieren. Mit dieser aufwendigen, bis dahin noch nicht erprobten Konstruktion wurde aus der Idee des „Schirmes“ oder „Zeltes“ eines der spektakulärsten technischen Gebilde der neueren Architektur- und Konstruktionsgeschichte.

Quelle: www.akh.de

 

Die Gruppe auf dem Zeltdach

 

Alle überlebten die Tour – zum Glück

 

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