Nachhaltigkeit am Klenze

Klenze4Future!

Fridays for Future, der Trend zum umweltbewussten Leben und der immer mehr zu  spürende Klimawandel lassen ein nachhaltiges Denken entstehen.

Zuhause mag das umweltbewusste Handeln einfacher sein.  In der Schule jedoch, ist das alles etwas schwieriger.  Jeder ist mit seinem eigenen Alltag  beschäftigt, sodass scheinbar kein Platz mehr bleibt für nachhaltiges Engagement.

Doch tatsächlich sind Nachhaltigkeitsthemen mit ihrer sozialen und ökologischen Dimension in vielen Fächern tief verwurzelt und es laufen  Projekte im Unterricht und im „Hintergrund“. Von der Garten AG über Sozialprojekte bis zum P-Seminar Müllvermeidung ist am Klenze schon viel Engagement  spürbar.

Damit ihr einen besseren Überblick habt, ist dieser Blog entstanden. So sind endlich alle Projekte gebündelt und zusammen können wir mehr erreichen als jeder für sich.

Hier könnt ihr euch über bereits laufende Projekte informieren:

Hier findet ihr noch allgemeine Beiträge:

Fahrrad-Projekte

Das Fahrrad ist, wie man unschwer auf einen Blick an unseren vollen Fahrradabstellplätzen erkennen kann, das meistbenutzte Verkehrsmittel der Schüler. Es ist nicht nur praktisch, sondern auch umweltfreundlich. Damit wir dieses so lange wie möglich benutzen können, hat Herr Nowak ein Wahlfach ins Leben gerufen. In diesem lernen Schüler aus der 5. bis 9. Klasse, wie man Fahrräder repariert und was für unterschiedliche Räder es gibt. Leider findet das Wahlfach derzeit nicht statt, Herr Nowak hofft aber, es sobald wie möglich wieder aufnehmen zu können. Zudem gibt es derzeit ein P-Seminar, bei dem die Schüler mit Hilf von Herrn Nowak eine Radtour über die Alpen planen. Wir finden, dass dies ist eine wunderbare Idee ist, da man mit dem Fahrrad umweltfreundlich reisen kann.

„Aus Müll mach Kunst“

Müllskulpturen

Mit der ursprünglichen Idee wollten wir aufzeigen, wie viel Müll von außen in die Schule gebracht wird (Skulptur aus Pizza-Kartons etc.). Dies war jedoch durch den Corona-Ausbruch nicht möglich.

Konzept

Ein Klenze-Müllbarometer: Sammlung von Müll über einen bestimmten Zeitraum, um zu zeigen wie viel Müll nicht in den Mülleimern landet.

Recycling von Druckerpatronen

 

Durch einen Hinweis von Frau Holfeld sind wir auf die Idee gekommen, die Druckerpatronen der Schuldrucker zu recyclen, da diese bis zu diesem Zeitpunkt in den normalen Müll entsorgt wurden. Damit die Entsorgung der Patronen umweltfreundlicher wird, haben wir beschlossen, nach einer Alternative zu suchen. Zuerst informierten wir uns im Internet über Firmen, welche Druckerpatronen recyclen. Dabei sind wir auf eine Tochterfirma von Canon gestoßen, welche regelmäßig Druckerpatronen von großen Firmen kostenlos abholen lässt, falls diese ihre Drucker bei Canon geleast haben. Da das Klenze-Gymnasium ebenfalls Canon-Drucker nutzt, haben wir eine e-Mail an die Firma geschrieben und informierten uns, ob sie die Druckerpatronen des Klenze-Gymnasiums regelmäßig abholen könnten. Dem wurde zugestimmt, sodass der Schule ein Pappkarton zugesendet wurde, in welchen die Sekretärinnen die Druckerpatronen sammeln können. Nachdem dies geschehen ist, kann die Firma zur Abholung kontaktiert werden.

Earth Night

Menschen auf der ganzen Welt werden bei der Earth Night dazu aufgefordert eine Nacht auf künstliches Licht so weit es geht zu verzichten.

Doch wieso eigentlich? Warum sollten wir auf die bahnbrechende Erfindung Licht verzichten? Wollen uns die Organisatoren der Earth Night das Leben schwer machen?

Nein, künstliches Licht hat einfach sehr viele negative Effekte.

Das Licht lässt den Sternenhimmel erblassen und kann auch auf unseren Schlaf negative Auswirkungen haben. Nicht nur wir Menschen werden durch das künstliche Licht beeinträchtigt, sondern Vögel werden von ihrer Zugroute abgelenkt und Pflanzen sind irritiert.

Das größte Problem stellt das Insektensterben durch Lichtverschmutzung dar. Dadurch fehlt es vielen Tieren an Nahrung, was dazu führt, dass ganze Ökosysteme zugrunde gehen können.

Um den entgegenzuwirken, ist ein bewusster Umgang mit Licht notwendig.

Die Earth Night hat es sich zum Ziel gemacht, Menschen auf die Lichtverschmutzung aufmerksam zu machen und zumindest eine Nacht im Jahr auf künstliches Licht zu verzichten!

Auch wir haben an diesem besonderen Tag auf unseren Lichtkonsum geachtet. Statt elektrisches Licht zum Lernen, gab es Kerzenschein. Das hat irgendwie auch etwas Romantisches und auch in Zukunft werden wir versuchen, ab und zu einen Abend lang auf Licht zu verzichten.

Bild aus eigenen Quellen

Weniger Verpackungsmüll

VERPACKUNGSMÜLL VERMEIDEN

DER EIGENE GEMÜSE- UND OBSTANBAU

Eine tolle Lösung dem ganzen Verpackungsmüll in den Supermärkten zu umgehen, kann der eigene Anbau von Obst und Gemüse sein. Ein großer Garten wäre dafür ideal, aber ist nicht dringend notwendig! Je mehr Platz umso mehr Möglichkeiten bieten sich, doch auch ein kleiner Balkon oder das Fensterbrett reichen aus um tätig zu werden. Nichts ist unmöglich! Im Prinzip eignen sich fast alle Gemüsesorten für den Anbau auf dem Balkon. Auch viel Obstsorten wachsen gut in Kübeln. Besonders geeignet für wenig Platz sind Kräuter.

Die eigenen Vorstellungen von der eigenen Ernte sollten realistisch sein. Zweifellos wird man am Balkon nicht kiloweise Kartoffeln oder Karotten ernten können, weil der Platz dafür nicht ausreicht. Aber in erster Linie geht es auch nicht um eine besonders ertragreiche Ernte. Das Ziel ist es, Obst und Gemüse selber anzupflanzen, um den Weg vom „Feld“ zum Teller besonders kurz und verpackungsfrei zu halten. Der Eigenanbau bewirkt nebenbei, dass man seine Lebensmittel mehr zu schätzen lernt. Wer sein Obst und Gemüse selbst großzieht und wachsen sieht, wird weniger verschwenderisch mit Lebensmitteln umgehen, weil er aus eigener Erfahrung weiß, wie viel Energie und Aufwand in jeder einzelnen Frucht steckt.

Wer sich für den Eigenanbau von Obst und Gemüse interessiert, könnte sich auch das Thema „Regrowing“1 begeistern. Beim „Regrowing“ kann Gemüse aus Gemüseresten nachziehen. Das Verfahren zeigt besonders gut, dass nicht alles Abfall ist, was man vermutet.

1 https://www.br.de/puls/tv/puls/puls-reportage-regrowing-100.html

 

Müllreduktion durch Ordnung im Kühlschrank?

ABFALLMENGEN REDUZIEREN

KÜHLSCHRANK- ORDNUNG IST ALLES!

Wer seinen Kühlschrank gut sortiert, hat einen besseren Überblick über seine Lebensmittel. Wenn im Kühlschrank zu viele Produkte lagern, passiert es schnell, dass die Nahrungsmittel in den hinteren Reihen verderben, weil sie in Vergessenheit geraten sind. Oft greifen wir einfach zu dem, was wir zuerst sehen oder am schnellsten erreichen. Um zu verhindern, dass Lebensmittel unbemerkt schlecht werden und deshalb im Müll landen, hilft Ordnung im Kühlschrank!

Zuallererst ist es gut zu wissen, welche Lebensmittel überhaupt in den Kühlschrank gehören und welche nicht. Nicht alle Lebensmittel bleiben im Kühlschrank länger haltbar und frisch. Viele Lebensmittel halten sich besser bei Raumtemperatur, die kalte Lagerung schadet ihnen nur. Zum Beispiel bevorzugen es die allermeisten Obstsorten außerhalb des Kühlschranks gelagert zu werden. Ein wichtiger Rat ist es daher, sich zu informieren, wo man ein Produkt am besten lagern sollte.

Die Lebensmittel, die in den Kühlschrank gehören, sollte man nicht einfach irgendwo hin stellen. Ein weiterer Tipp ist es seine Lebensmittel nach dem Haltbarkeitsdatum zu sortieren. Räumt man Produkte mit einem längeren Haltbarkeitsdatum nach hinten und solche, die früher ablaufen, nach vorne, werden die ältesten Nahrungsmittel zuerst aufgebraucht. Diesen Tipp kann man nicht nur im Kühlschrank anwenden, sondern überall wo Lebensmittel lagern.

Um den Überblick zu behalten, hilft es auch seine Lebensmittel gruppiert aufzubewahren. Wenn alle Produkte von der gleichen Lebensmittelgruppe (Käse, Wurst, Milchprodukte etc.) gesammelt an einem Ort lagern, reicht ein kurzer Blick schon aus, um festzustellen, ob etwas aus einer Gruppe fehlt, oder noch ausreichend vorhanden ist. Denn beim Blick in den Kühlschrank, kann man sich sicher sein das etwas fehlt und nicht vielleicht anderswo im Kühlschrank versteckt ist. Beim nächsten Einkauf ist es so viel wahrscheinlicher, dass nur die Lebensmittel im Korb landen, die wirklich fehlen.

https://www.ao.de/hilfe-service/tippstricks/kuehlschrank-richtig-einraeumen

 

Mindesthaltbarkeitsdatum: Ist das noch essbar?

ABFALLMENGEN REDUZIEREN

KANN ICH DAS NOCH ESSEN?

Wenn man sich unsicher ist, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist, wandert der erste Blick meistens zum Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung des Produkts. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), gibt jedoch nur an bis wann der Hersteller eines Produkts die spezifischen Eigenschaften seines Produkts, bei empfohlenen Lagerung, garantiert. Das Mindesthaltbarkeitsdatum dient in erster Linie der Orientierung und informiert den Verbraucher darüber, bis wann das Produkt wenigsten gut ist. Es heißt nicht, dass sobald das MHD überschritten ist, das Lebensmittel in den Müll gehört. Um zu überprüfen, ob etwas noch genießbar ist oder nicht, sollte man seine Sinne einschalten. Wenn ein Produkt abgelaufen ist, nicht sofort wegschmeißen! Wenn das Aussehen, der Geruch und der Geschmack normal sind, kann man davon ausgehen, dass der Zustand des Nahrungsmittel völlig in Ordnung ist.

Aufgepasst! Das Verbrauchsdatum ist nicht mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum zu verwechseln. Im Gegensatz zum MHD wird das Verbrauchsdatum auf schnell verderblichen Lebensmitteln, wie Fisch und Fleisch gedruckt. Es sollte daher ernst genommen werden. Nach Ablaufen des Verbrauchsdatum müssen die Lebensmittel entsorgt werden. Sie können nicht mehr verzehrt werden, weil gesundheitsschädlich Folgen auftreten könnten.

https://www.br.de/puls/tv/puls/puls-klartext-mindesthaltbarkeitsdatum-lebensmittelverschwendung-100.html

 

Garten AG im Klenze

Garten-AG
Die Klenze-Gartler beschenken uns mit wunderschöner Natur!
Seit Jahrzehnten ist die Garten-AG für unsere Natur im Klenze-Gymnasium zuständig. Eine Gruppe von
Schülern, die…
• …fleißig jeden Freitag die Pflanzen im Schulhaus gießen -auch wenn es manchmal auf dem Boden nass wird-.
• …Unkraut in den Beten jäten.
• …mit großer Freude im Herbst und Frühsommer Pflanztröge vor und hinter dem Schulhaus bepflanzen.

Bilder aus eigenen Quellen

• …die Blätter zusammenrechen.
• …den damaligen Teich mit sehr viel Arbeit gepflegt haben.


• …die Büsche schneiden, bevor sie uns überwuchern.
• … etc.
Jeden Freitagnachmittag trifft sich die Gartengruppe und erledigt mit sehr viel Mühe, Arbeit und
Engagement, natürlich verbunden mit großem Spaß, diese Aufgaben. Als Belohnung gibt es von Schülern mitgebrachte
Kuchen und auch Semmeln aus dem Brotzeitverkauf (danke an Herrn und Frau Mayer).
Mit viel Eifer, Spaß und Kreativität helfen alle zusammen, die Schönheit der Natur auf dem Gelände
des Klenze-Gymnasium zu erhalten, um den Leuten eine Freude durch den schönen Anblick zu
bereiten.

Müllfreier Tag

Die Schüler*innen des Klenze-Gymnasiums kennen es: Kurz einmal nicht aufgepasst, schon rauscht links neben deinem Ohr ein aerodynamisch perfekter Papierflieger vorbei. Doch wer diesen Trümmerhaufen wegräumt ,bleibt ein Mysterium. Es gibt meist nur eine richtige Antwort: NIEMAND! Dieses Ereignis ist jedoch kein Einzelfall. Augenscheinlich verwechseln Schüler*innen den Boden häufig mit einem Mülleimer. Anders lassen sich diese Schandtaten nicht erklären.

Deshalb war es die Pflicht unseres P-Seminars „Müllvermeidung“ diesem ökologischen Verbrechen an den Kragen zu gehen. Harte Maßnahmen mussten her! Da schoss uns eine Idee in den Kopf. Inspiriert vom Luisengymnasium führten wir auch an unserer Schule die „müllfreien Tage“ ein. Das heißt: Umgedrehte und zugeklebte Mülleimer, um ein Bewusstsein in den Köpfen der Übeltäter zu schaffen. Daraufhin folgten harte Arbeitswochen, um dieses umfangreiche Projekt umsetzen zu können.

Nach vielen Wochen Schwerstarbeit kam endlich der große Tag: Am 20.1.2020 kamen die Klenzianer top vorbereitet und informiert in die (Lehr-)Anstalt. Das hatten sie der fabelhaft vorgetragenen Durchsage und dem literarisch ausgeklügelten Elternbrief zu verdanken. Unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Der Tag verlief recht gut! Voller Stolz auf unsere Mitschüler*innen starteten wir sofort die Vorbereitungen für den zweiten „müllfreien Tag“. Doch konfrontiert mit dem Corona Virus wurden wir gezwungen unsere Planungen einzustellen.

Während wir nun fleißig für unser Abitur lernen, hoffen wir, dass unsere ebenfalls hochmotivierten Nachfolger*innen diese Aufgabe mit Stolz übernehmen werden.

Bilder aus eigenen Quellen

Cleanup Day

Am Vorabend des Isar Cleanup Days der Schock: Absage wegen Corona! Was nun? Schnellstmöglich musste eine Alternative her. So entschieden wir uns, den Sendlinger Park vom Müll zu befreien. Um 9 Uhr morgens sollte das Spektakel beginnen. Sprich: Wir waren pünktlich um 11 Uhr da. Voll bepackt mit Mülltüten und Handschuhen stellten wir uns der Herausforderung. Mit weiteren Freiwilligen gingen wir ab durch die Hecke auf der Mission, den Park vom Müll zu befreien. Nach einer mehrstündigen, schweißtreibenden Jagd auf Müll inspizierten wir unsere Ergebnisse. Neben Taschentüchern, Bierflaschen und Zigaretten fanden wir auch einen Toaster und mehrere Kleidungsstücke. Pflichtbewusst, wie wir nun mal sind, trennten wir ordnungsgemäß den Müll bevor wir ihn entsorgten. Das positive Erlebnis brachte uns zum Nachdenken. Deshalb beschlossen wir ab sofort einmal im Monat an einem Cleanup Day teilzunehmen.

Bilder aus eigenen Quellen

Wünschenswert wäre eine größere Teilnahme an diesen Tagen, damit wir nicht alles allein machen müssen. Wir hoffen, dass Greta stolz auf uns ist und in naher Zukunft der Cleanup Day zur Gewohnheit in der Gesellschaft wird, bis er (hoffentlich) nicht mehr gebraucht wird.

(von Rosalie Süß und Kiana Lendrich)