Stadtentwicklung Peking

Hutong:

Hutong bezeichnet einerseits  Gassen oder auch eine in Peking bis in die 1990er Jahre vorherrschende traditionelle Wohnbebauung. Der Name kommt aus dem Mongolischen (ursprünglich hottog), was so viel wie Quelle bedeutet, da die Hutongs oft in der Nähe eines Brunnens errichtet wurden.

Pekings Stadtzentrum:

  • Das Stadtzentrum Pekings ist ein historischer Kern um den Kaiserpalast und die Verbotene Stadt
  • Die Innenstadtbezirke werden seit mehreren Jahren stark um gebaut
  • Es sind vier Bezirke in denen unter anderem auch die Universität Pekings und das Olympiagelände befinden

Verwaltungsgebiet Peking:

  • Das Verwaltungsgebiet Pekings hat eine Größe von 16.807 Quadratkilometer
  • Die Innenstadt setzt sich aus sechs Stadtbezirken zusammen
  • Die Umgebung um das Stadtzentrum hat weitere sechs Bezirke
  • Hinzu kommen die vier weiteren der Randbezirke

Die Bezirke:

  • In der Umgebung der Innenstadt wurde zwischen 1986 und 2001 die bestehenden Kreise durch einzelne Bezirke ersetzt
  • 2001 und 2015 wurden ebenfalls weiter entfernte Kreise der Stadt durch Bezirke ersetzt
  • Am 1.Juli 2010 wurden in der Innenstadt jedoch Bezirke zusammengefasst

Bevölkerung:

  • 1450 lebten in Peking bereits 600.000 Menschen. Bis 1800 stieg die Bevölkerung der Stadt auf 1,1 Millionen
  • 2007 lebten in der Kernstadt  mit 7,7 Millionen Menschen zweieinhalb mal so viel wie 1953. Die Bevölkerungsdichte beträgt 5639 Einwohner pro Quadratkilometer.
  • Das gesamte Verwaltungsgebiet der Stadt Peking, zu der auch ausgedehnte ländliche Gebiete gehören, hat eine Einwohnerzahl von 21,6 Millionen (2016)
  • Ab 2017 soll die Metropole Kern einer Megalopolis von 130 Millionen Einwohnern namens Jing-Jin-Ji werden

 

 

(Valentin Kellner)

München weiter denken

„München weiter denken“- Wachstum und Stadterweiterung, Wohnen

Geschichte –Bevölkerungsentwicklung Münchens

• Verdopplung der Münchner Bevölkerung zwischen 1885 und 1905 von ca. 250.000 auf 500.000 Menschen
• 1892 : Ausschreibung eines Stadterweiterungswettbewerbs zur Einbringung neuer Ideen für die Entwicklung zur Großstadt
• 1893 : Gründung des Stadterweiterungsbüros als eigene Behörde unter Leitung Theodor Fischers
• Festlegung von Baulinien, vorwiegend für die Viertel Schwabing Nord,
Bogenhausen, Nymphenburg, Gern, Pasing, Laim, Sendling, Thalkirchen und
Harlaching
• 1904 : Verwendung eines Staffelbauplans : Abnahme der Bebauungsdichte und Geschosshöhe vom Zentrum zum Stadtrand
• 1920er : Gründung erster Wohnungsbaugesellschaften GWG München und
GEWOFAG nach Wohnungsnot durch weiteres Bevölkerungswachstum
• Frage nach radikalem Neuanfang oder der Rekonstruktion der Stadt nach dem 2. Weltkrieg
• Entscheidung zu einem maßvoll konservativen Wiederaufbau
• Enormes Bevölkerungswachstum ab den 1950er Jahren (Baby-Boom-Jahre,
Gastarbeiterzuwanderung)
• 1963 : Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel leitet mit neuem
Stadtentwicklungsplan eine neue Ära der Stadtplanung ein
• Errichtung von Entlastungsstädten wie z.B. Neuperlach
• 1975 : abermals neuer Stadtentwicklungsplan : Konzentrieren der Bautätigkeit auf bereits bestehende Siedlungsbereiche und Sanierung bislang vernachlässigter Stadtbereiche statt Bauen von Großsiedlungen am Stadtrand wegen stagnierenden Einwohnerzahlen
• 1983 : Stadtentwicklungsplan unter Motto : „realistische Ziele-konkrete
Maßnahmen“ für Sicherung der Versorgung Münchens mit umweltschonender Energie und besserem öffentlichen Personennahverkehr

Zukunftsschau München 2040+

Szenario 1 : München als an ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit konsequent orientierte Stadt

Szenario 2 : München als Stadt mit hohen sozialen Unterschieden und Armut aufgrund von immer stärkerer freier Marktwirtschaft

Szenario 3 : München als eine von Widersprüchen geprägte Stadt mit vielen gut integrierten Nachbarschaften und problematischen Vierteln

Situation und Wachstum heute :

• Wachstum der Münchner Bevölkerung seit 15 Jahren
• Derzeitige Bevölkerungszahl : ca. 1,55 Millionen
• voraussichtliche Bevölkerungszahl 2035 : 1,85 Millionen
• Problem : Flächenmangel für neue Wohnungen/Häuser, steigende Preise auf dem Wohnungsmarkt

Lösung des Problems und Stadterweiterung :

• Erfahrungen sammeln im Austausch mit anderen Städten
• Vergleichbare Städte im Hinblick auf Wirtschafts- und Innovationskraft sowie Lebensqualität : Wien, Kopenhagen, Amsterdam und Zürich
• Langfristige Siedlungsentwicklung („LaSi“) mit drei Strategien :

Verdichten, Umstrukturieren, Erweitern

• Bei konsequenter Anwendung Bau von bis zu 61.200 Wohneinheiten möglich
• Wohnungspolitisches Handlungsprogramm „Wohnen in München“ für
bezahlbaren Wohnraum für alle Einkommensgruppen

Verdichten :
• Aufstockungen, Hinterhofbebauungen, Baulückenschließungen
• Nachverdichten als Vorhaben mit verschiedenen Gesichtern
• Nachteile : soziale Belange und Freiräume müssen berücksichtigt werden
• Vorteile : bessere Nahversorgung, Ergänzung der sozialen Infrastruktur
• Beispiele : Nachverdichtung und Sanierung der Siedlung an der Haldenstraße, Überbauung des Parkplatzes am Dantebad

Umstrukturieren :

• Umstrukturierung ehemaliger Infrastruktur- und Versorgungsflächen wie dem Flughafen, Bahn- oder Kasernenflächen
• Potenziale nahezu ausgeschöpft
• Heute : Erschließung neuer Wohnbauflächen durch die Verlagerung von
Gewerbebetrieben
• Beispiele : Auslagerung des Flughafens München Riem ins Erdinger Moos,
Entstehung eines neuen Stadtquartiers für 16.000 Menschen und 13.000
Beschäftigte

Entwicklung am Stadtrand :

Bauliche Weitereintwicklung des Stadtrands wie z. B. Freiham oder Münchner Nordosten
Große Herausforderungen beim Planen und Bauen von neuen Straßen, Schulen,Wohngebäuden und Schaffung von Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten

„München weiter denken“

Thema 1: Mobilität in München

• Ausbau von öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV), des Radwegenetzes
und modernen, vernetzten Mobilitätskonzepten
• (mit einem Ziel: Reduzierung des Autoverkehrs)
• Testen von Mobilitätskonzepten durch die Stadt München
• Um die Verkehrsentwicklung voranzutreiben müssen sich Gesellschaft, Politik und Verwaltung von ihrem traditionellen Mobilitätsbild lösen
• Shared Mobility wird in den kommenden mit den Namen „City2Share“ in einigen Stadtteilen getestet (inkl. Ladestationen für e-mobility Fahrräder)

• Ausbau von Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV):
U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus
• Neubau des Hauptbahnhofs in München, damit verbunden ist auch die Chance den
Verkehr rund um den Bahnhof neu zu planen
• Es soll ebenfalls auf den Bahnhofsplatz eine großzügige Aufenthaltsfläche
entstehen und eine ebenfalls große Fläche für Fußgänger und Radfahrer geplant
werden
• Radnetz wird erweitert um Radfahren bei jedem Wetter zu erleichtern
• Derzeitige Untersuchungen eines Pilotprojekts für Schnellverbindungen von
Radwegen
• Bei Neubauten soll genügend Platz für Fahrräder eingeplant werden
• Neue Tram- und U-Bahn Linien
• U-Bahnhof Sendlinger Tor-Umbauten werden abgeschlossen

Thema 3: Straßenverkehrsentwicklung in München

• Autos werden auch in Zukunft ein wichtiger Aspekt in unserer Gesellschaft sein
• Ziel ist es die Automobilität verkehrstechnisch in den Untergrund zu verlegen ?
Tunnel
• Beispiel dafür ist der Mittlere Ring an dem gleich mehrere Baustellen in
Gange oder abgeschlossen sind
• Dennoch soll diesem kontinuierliche Verkehrszuwachs mithilfe von Fuß- und
Radwegen und der Förderung des ÖPNV entgegengewirkt werden
• Gefördert von BMW wurde die Inzell-Initiative gestartet und es werden wieder im
Rahmen eines Pilotprojekts e-Mobilität an mehreren Orten getestet (siehe
Ladestationen)

(Ruben Krieger und Oscar Noga)